Was ist Rotary?
Rotary ist
eine weltweite Organisation von Menschen aus allen Berufs- und Geschäftsbereichen.
Rotary-Mitglieder aktivieren Zeit und Mittel für humanitäre Dienste, sie haben
hohe ethische Grundsätze in ihrem Berufs- und auch in ihrem Privatleben.
Zudem setzen sie sich für die Förderung und Verbreitung von gutem Willen
ein und wirken an der weltweiten Verständigung auf der Welt mit.
Für Rotary-Mitglieder gilt tagtäglich die "Vier Fragen-Probe":
- Ist es wahr?
- Ist es fair für alle Beteiligten?
- Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?
- Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?
Das Ziel von Rotary
Das Ziel von Rotary ist die Dienstbereitschaft im täglichen
Leben. Rotary sucht diesem Ziel auf folgenden Wegen näher zu kommen
- Durch Pflege der Freundschaft als einer Gelegenheit, sich anderen nützlich
zu erweisen.
- Durch Anerkennung hoher ethischer Grundsätze im Privat- und Berufsleben
sowie des Wertes jeder für die Allgemeinheit nützlichen Tätigkeit.
- Durch Förderung verantwortungsbewusster privater, geschäftlicher und öffentlicher
Betätigung aller Rotarier.
- Durch Pflege des guten Willens zur Verständigung und zum Frieden unter
den Völkern durch eine Weltgemeinschaft berufstätiger Personen, geeint im
Ideal des Dienens.
Zur Geschichte von Rotary
Am 23. Februar 1905 trafen sich der Rechtsanwalt Paul Har
ris
(1868 - 1947), der Kohlenhändler Sylvester Schiele, der Konfektionär Hiram
Shorey und der Bergingenieur Gus Loehr. Was sie planten, war ein Club zur Pflege
der Kameradschaft unter Leuten der Geschäftswelt. Als sie sich wiederholt
trafen, wobei Neue hinzukamen, rotierten sie den Ort unter den verschiedenen
Mitgliedern. Davon stammt der Name und das Symbol.
Durch die vier verschiedenen Berufe zeichnete sich schon bald das als
verbindlich erklärte Berufsklassenprinzip ab. Die Toleranz gegenüber jeder
Religionsgemeinschaften war durch den Umstand gegeben, dass bei den Gründungsvätern
die römisch-katholische, die protestantische und die jüdische Konfession repräsentiert
war. Die Internationalität bekam, wenn auch unbeabsichtigt, in der
amerikanischen, schwedischen, irischen und deutschen Herkunft der vier einen
symbolischen Charakter.
1910 gab es bereits 16 Clubs, wobei die Internationalität durch einen Club in
Kanada gegeben war. 1911 folgten die ersten Gründungen in Europa (Dublin,
Belfast, London ) 1925 wurden die ersten Clubs in Österreich, Ungarn,
Tschechoslowakei, Portugal und Schweden gegründet. 1989 begannen die Wiedergründungen
in den ehemaligen Oststaaaten.
Die Welt der insgesamt ca. 1.2 Mio. Rotarier (Rotary
International) unterteilt sich in 34 Zonen und
528 Distrikte, in denen jeweils ca. 50 Clubs zusammengefasst sind. In der Schweiz
und im Fürstentum Lichtenstein sind rund 9800 Rotarier in insgesamt 177 Clubs
und drei Distrikten organisiert. An der Spitze eines Distrikts steht der jeweils
für ein Jahr gewählte Governor.
Zur Förderung der Jugend werden seit 1947 von der Rotary
Foundation Stipendien vergeben. Diese Stipendien ermöglichen jährlich etwa
7’000 Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren, während einem Jahr in einem
fremden Land bei einer Gastfamilie zu leben.
Grossangelegte, weltweite Spendenaktionen wurden in den in den letzten Jahren
zum Beispiel mit dem Ziel, die Kinderlähmung innert 20 Jahren auszurotten (PolioPlus,
seit 1985) oder den Opfern von Landminen zu helfen (Minex) initiiert.
Die Aufnahme zu Rotary erfolgt auf Einladung durch einen Club. Der Grundsatz,
dass in jedem Club jeweils jede Berufsklasse nur durch ein Aktivmitglied
vertreten sein darf, garantiert die berufliche Vielfalt von Rotary.